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Artikel Tagged ‘Zensur’

„Die Somalier sind selbst schuld“ – Deutsche Bank will Dokumentarfilm zensieren

17. Dezember 2011 Keine Kommentare

Ich habe gerade via G+ einen Link zu einem Video gefunden in welchem eine hochtalentierte Fondsmanagerin ueber Nahrungsmittelspekulation spricht.
In dem etwas anstrengend anzusehenden Video, welches sich durch eine extreme Verwackelung der Kamera auszeichnet und hier den dokumentarischen Flair unterstreichen soll fallen jedoch einige sehr interessante Passagen.
Das Video wurde vom „Zentrum fuer Politische Schoenheit“ gedreht und soll nun wenn es nach der Deutschen Bank geht zensiert werden.

Die Deutsche Bank droht mit rechtlichen Schritten und Schadenersatzklage gegen einen Film über Nahrungsmittelspekulationen, sollte nicht eine Passage des Pressesprechers Frank Hartmann herausgenommen werden. Der Pressesprecher wird dahingehend zusammengefasst, dass nicht die Händler von Banken, sondern die Menschen in Mehr…

search.ghcif.de – Yacy Suchmaschine *Update*

1. Dezember 2011 3 Kommentare

ghcif.de hat einen neuen Service eingerichtet, eine Suchmaschine welche auf P2P Basis arbeitet, es handelt sich hierbei um das OpenSource Projekt ‚Yacy‘.
Mittels ‚Yacy‘ ist es moeglich selbst zum Suchmaschinenbetreiber zu werden, das ganze dezentralisiert und frei verfuegbar:

YaCy ist eine Suchmaschinensoftware die sich jeder installieren kann um damit ein Suchportal zu errichten, das Intranet zu indexieren oder andere Daten mit einer Suchfunktion zu erweitern. YaCy kann als Einzelinstallation betrieben werden aber die besondere Fähigkeit der Software ist die Vernetzung in einem Peer-to-Peer Suchmaschinennetz. Ein solches Suchmaschinennetz skaliert mit der Anzahl der Mehr…

Netzsperren eine never ending story

18. April 2011 Keine Kommentare

Mittlerweile haben es sicherlich schon sehr viele gehoert, aber einmal mehr kann ja nicht schaden, wie es scheint ist diese ganze Story von wegen wir verzichten auf Netzsperren gegen Kinderpornographie nur eine grosse Farce und man hat etwas gefunden was man eben nicht loeschen lassen kann, da es in grossen Teilen der Welt legal ist: Gluecksspiel und vor allem Onlinegluecksspiele.
Mit dem neuen Gluecksspielstaatsvertrag scheint es nach dem ersten Versuch der analen Zensur via JMStV ein zweiter Versuch zu starten, endlich die heissgeliebten Netzsperren einzufuehren. Mehr…

Es geschehen noch Wunder – ZugErschwG vom Tisch

6. April 2011 2 Kommentare

Gestern Abend kurz vorm zu Bett gehen schiessen auf einmal die Tweets nur um sich, das Zugangserschwernisgesetze aka Zensursula aka Netzsperren sind nun vom Tisch? Ich wollte es erst kaum glauben aber hier scheint sich doch etwas getan zu haben und die Koalition war sich auf einmal im Klaren darueber, dass dieses Gesetz so nicht funktionieren kann, das duerfte der erste grosse Sieg der Netzgemeinde sein und wer moechte ihn nun einstreichen?
Natuerlich Schwarz/Gelb. Ihnen war schon immer klar das dieses Gesetz nicht funktionieren kann, die boese Vorgaenger Koalition war schuld, diese war ja Schwarz/Rot. Vergessen das Frau von der Leyen aka Zensursula nicht nur Patin des Gesetzes ist sondern auch Namensvetterin in der Netzgemeinde. Mehr…

JMStV die Zweite nun meldet sich Udo Vetter zu Wort

1. Dezember 2010 1 Kommentar

So nun muss ich diesem Mist doch einen 2. Blogeintrag widmen den ich aber doch recht kurz halten kann, nachdem die Aufrur doch sehr gross war was den neuen Staatsvertrag angeht meldet sich nun Udo Vetter der wohlbekannte Anwalt zu Wort und das mit einer recht umfangreichen Entwarnung, alles scheint nicht so heiss gegessen zu werden wie es aktuell gekocht wird.
Das JMStV Kennzeichnungsgesetz so moechte ich es nun einfach einmal nennen fordert eine Kennzeichnung nur fuer Webseiten deren Inhalte generell FSK16 oder FSK18 waeren, dies ist immer schon der Fall. Eine fehlende Kennzeichnung ist kein Grund fuer eine Abmahnung so Vetter. Mehr…

JMStV Zensur durch die Hintertuer (anale Zensur)?

1. Dezember 2010 Keine Kommentare

Es ist ja aktuell in aller Munde, der neue JMStV (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag), dieser soll dafuer sorgen das unsere Kinder und Jugendlichen vor dem boesen Internet geschuetzt und vor allem von den hochpornoroesen und jugendgefaehrdenden Medien die sich an jeder Ecke im Netz tummeln zumindest geht es bei der Novellierung vor allem um Inhalte aus dem Netz.
Kern des Ganzen ist die geplante Einfuehrung einer Alterskennzeichnung von Inhalten im Internet, was vielleicht nicht das grosse Problem waere jedoch muss auch der Zugang beschraenkt werden, so das Kinder und Jugendliche keinen Zugang mehr zu diesen Inhalten haben koennen, ein Verfahren Mehr…

Netzsperren – Weg mit Onlinegluecksspielen

Es war so klar, die Netzsperren sind noch nicht ganz durch und nun kommen die ersten Schritte in die Richtung die immer angekuendigt wurde, es wird nicht nur Kinderpornographie gesperrt werden sondern noch einiges mehr und nun schreit die CDU kraeftig los.
Schleswig-Holstein plant den Ausbruch aus dem Gluecksspielmonopol, um die Staatskasse aufzufuellen. Doch die illegale Konkurrenz im Netz ist groß. Deshalb will die schwarz-gelbe Koalition mit Internetsperren dagegen vorgehen, „Eine entsprechende Regelung ist vorgesehen“, räumte Wolfgang Kubicki am Mittwoch.

Darauf haben wir doch alle gewarten oder etwa nicht. Nein nur Kinderpornos muessen weg, ja nun das Gluecksspiel und dann einigen wir uns noch auf ein Verbot von „Killerspielen“ und natuerlich auch gegen alles was die Politik untergraben koennte.

(Quelle: telemedicus.info)

Schweiz verbietet „Killerspiele“ – Anhang t4cs Killerspielerfahrungen

19. März 2010 Keine Kommentare

In der Schweiz werden nun sogenannte Killerspiele verboten werden.
Nach dem Nationalrat hat der Staenderat zwei entsprechende Motionen an den Bundesrat ueberwiesen.

Er muss nun ein Gesetz ausarbeiten, das nicht nur den Verkauf so genannter Killerspiele verbietet, sondern auch deren Herstellung, Einfuhr und Weitergabe sowie die Werbung dafuer, generell finde ich persoenlich den Ansatz nicht unbedingt schlecht, denn ich bin der Meinung es sollte der Verkauf solcher Spiele durchaus geregelt werden.
Jugendliche und vor allem Kinder sollten keinen Zugang zu solchen Spielen haben, jedoch auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass Erwachsene durchaus selbst entscheiden sollten was sie denn nun spielen wollen.

Aber ich weiss auch wie schlau Kinder sein koennen, bin ich doch selbst aus der Generation „Mortal Kombat“ und hatte auch jeden Teil schon direkt am Tag des Erscheinens zu Haus oder nur kurz spaeter, auch das ach so boese Mortal Kombat 2, welches ja von Anfang an in Deutschland nicht nur indiziert wurde, sondern auch gleich Beschlagnamt, hier muessen die Eltern einfach mehr auf ihre Kinder achten und aufpassen was diese denn spielen und vor allem auch aufpassen was sonst noch so passiert, an Schulen etc.
Ich bin auch kein Amoklaeufer geworden, mein kleinerer Bruder ebenfalls nicht, aber wir hatten auch das zu Hause, was man eine gute Kinderstube nennt, auch wenn wir es geschafft haben gewalttaetige Inhalte ins Wohnzimmer zu schmuggeln, was uns niemals erlaubt worden waere wurden wir nach wie vor gut erzogen, haben Werte vermittelt bekommen und das ist es doch was Kinder brauchen.
Ein Verbot von derartigen Inhalten, halte ich fuer voellig ueberzogen.
Verkauf an Kinder: Mein, Verkauf an Erwachsene: Ja

Netzsperren, das BKA aeussert sich

19. März 2010 Keine Kommentare

Da kriegt man doch einen Vogel wenn man liest was BKA Chef Ziercke von sich gibt, hier ein Auszug von netzpolitik.org:

Außerdem handele es sich beim BKA um eine Behörde, die sich an Regeln halten müsse, weswegen es ihm unmöglich sei, direkt an ausländische Privatanbieter heranzutreten. “Also ich glaube, wir würden es uns auch verbitten, wenn der CIA oder das FBI oder der chinesische Nachrichtendienst oder wer auch immer hier in Deutschland dafür sorgen will, dass bestimmte Dinge gesperrt oder gelöscht werden sollen. Nur noch einmal vom Grundprinzip her: Dass eine Behörde einen Privaten im Ausland auffordert, etwas zu tun, das kann ich schlicht nicht”, so Ziercke. Es sei lediglich möglich, über Verbindungsbeamte in den entsprechenden Ländern auf eine Löschung hinzuwirken.

Der Herr moechte nicht verstehen. Die Vergleiche die hier an Land gezogen werden sind an den Haaren herbeigezogen, niemand hat verlangt das eine deutsche Behoerde auffordern soll, eine Mail reicht, das hat der AK Zensur eindrucksvoll bewiesen, denn es gibt kein Land auf dieser Erde in welchem Kinderpornographie offiziell geduldet werden wuerde.
Eine simple Mail wuerde reichen mit: Liebe Admin, schaut Euch doch mal bitte Server XY an, dort liegen fragwuerdige Inhalte.
AK Zensur hatte nichts anderes getan und schon waren eine Grosszahl von Webseiten die auf Zensurlisten kursieren vom Netz. Ich denke ich muss nicht wiederholen wie sinnlos Netzsperren sind, denn es bleibt im Netz, ein Schild vor einem armen Menschen auf der Strasse hilft dem Menschen auch nicht, nur weil ihn niemand mehr sieht, nein im Gegenteil es wird noch schlimmer gemacht, denn das was man nicht sehen kann interessiert auch niemanden mehr und hinter verschlossenen Tueren geht es weiter.
Aber uns kann man es ja verkaufen und so kann nun endlich unsere Zensurinfrastruktur ausgebaut werden und bald heisst es Willkommen im deutschen China.

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Strafverfolgung in Deutschland -> fail

18. Februar 2010 Keine Kommentare

Wenn man sich immer wieder fragt, wieso muessen Sperren her, wieso greift man sich nicht die Hintermaenner bei illegalem Material dem moechte ich nun eine kleine Geschichte erzaehlen.
Wieder einmal wurde auf nopaste.info Muell in Form von Kreditkartennummern und persoenlichen Daten gefunden, also was macht der rechtschaffende Admin?
Er informiert das LKA via Onlineformular.
Ein paar Stunden spaeter ein Anruf auf dem Handy ohne Rufnummernanzeige, hier die sinngemaesse wiedergabe:

Guten Tag, mit wem spreche ich?

Naja mit wem wollen Sie denn sprechen?

Mit dem Herrn Milan Berger

Joa, mit dem sprechen Sie, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?

Das ist mir ja noch nie untergekommen das man sich nicht gescheit meldet, vor allem nicht wenn man beim LKA eine Nachricht hinterlassen hat

Fand ich schon ein wenig witzig, aber ok. Der Rest des Gespraechs verlief eigentlich recht positiv und mir wurde gesagt der Vorfall geht an die Kollegen aus Nuernberg. Naja da war so ein Fall schon einmal, das wurde dem Beamten mitgeteilt und dieser wollte dann ein wenig mehr Druck ausueben, denn einfach im Sand verlaufen lassen geht ja nicht.
Einige Zeit spaeter wieder ein Anruf, wieder mit unterdrueckter Nummer, aber hier konnte sich der Kollege direkt vorstellen, wie mir das normalerweise unterkommt.
Der Kripobeamte wusste wovon er redet, auch wenn er kein Pastbin kennt, aber das ist ja nicht weiter schlimm, ganz im Gegensatz zu seinem Kollegen vor einem halben Jahr. Dieser hatte zufaelligerweise den Fall auch an den Beamten weitergeben den ich am Ohr hatte, so nun zum eigentlichen.
In einem solchen Fall kann nur der Einsteller belangt werden, dieser kam aber ueber einen Proxy, schoen und was ist mit den Leuten die sich den Kram angeschaut haben?
Sehr wohl wissend das man nicht durch Zufall auf eine Seite wie http://nopaste.info/dfca456b2e.html kommen kann, da die ID crypted ist und die Seiten nicht indiziert werden, sondern hier direkt ein Link aus einer dubiosen Quelle geklickt werden muesse.
Diese kann man nicht belangen, denn das anschauen alleine ist keineswegs strafbar, auch wenn es ein aktuelles BGH Urteil gibt aendert das nichts an dieser Tatsache.
Man koennte nun alle IPs an die Staatsanwaltschaft geben, diese muesste im Fall von 2 Seiten ca. 500 IPs auswerten und das wird wohl eher nicht geschehen und so verlaeuft sich das ganze einfach.
Einiges mehr habe ich aus dem Gespraech noch entnommen, das moechte ich aber nicht bloggen.

Wenn ich mir nun ueberlege das es bei Kipo nicht anders sein wird, dann kann man sich denken wieso alle hier nach Sperren schreien, bringen wird es nichts, das ist jedem klar, aber es macht einfach viel weniger Arbeit ein paar Seiten in eine Liste zu hacken und nicht einfach mal versuchen jemanden Dingfest zu machen.